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Shopware Google Shopping Feed erstellen

Einen Produktfeed für Google Shopping, Preisportale oder dein ERP baust du mit dem Feed-Generator des PIM direkt im Shopware-Admin - mit frei wählbaren Spalten, gespeichertem Filter und einer festen Abruf-URL.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Feed-Generator liefert CSV, XML oder JSON unter einer festen URL nach dem Muster /staw-pim/export/{token}.
  • Spalten wählst du per Klick, legst die Reihenfolge fest und vergibst eigene Kopfzeilen, etwa die Attributnamen deines Zielsystems.
  • Welche Produkte im Feed landen, steuert ein gespeichertes Filter-Preset aus der Produktliste, auf Wunsch inklusive Varianten.
  • Der Feed entsteht live bei jedem Abruf oder alle 15 Minuten als vorbereitete Datei.

Produktfeed in Shopware: die Ausgangslage

Für Produktexporte bringt Shopware den Verkaufskanal-Typ „Produktvergleich" mit. Dort wird der Feed über eine Twig-Vorlage aufgebaut: Wer eine Spalte ergänzen, einen Wert anders ausgeben oder die Produktauswahl ändern will, bearbeitet Template-Code. Das ist flexibel, aber für die tägliche Pflege unhandlich - besonders, wenn mehrere Empfänger mit unterschiedlichen Spalten dazukommen.

Genau hier setzt der Feed-Generator des PIM an: Jeder Feed ist ein eigener Eintrag mit Namen, Spalten, Filter, Format und Zugangs-Token. Du stellst ihn im Admin zusammen, ohne eine Zeile Code zu schreiben.

Google Shopping Feed mit dem Feed-Generator aufbauen

Den Feed-Generator öffnest du über die gleichnamige Schaltfläche in der PIM-Produktliste. Ein neuer Feed startet leer, aus einer der eingebauten Vorlagen wie „Stammdaten", „Preise & Lager" oder „Bilder" oder aus einem eigenen Export-Profil. Für Shopping-Feeds sind vor allem diese Spalten interessant:

  • Produkt-URL - zusammengesetzt aus der Domain und der SEO-URL des gewählten Verkaufskanals
  • Bild-URL absolut für das Titelbild sowie Bild-URLs absolut für alle Bilder
  • Preis brutto, UVP brutto und Grundpreis
  • EAN, Hersteller und Herstellernummer als Produktkennzeichnungen
  • Verfügbar, Bestand und Lieferzeit
  • Hauptartikel-Nr und Varianten-Optionen, um Varianten einer Produktgruppe zuzuordnen
  • Name, Beschreibung, Kategorien und Meta-Texte in der Sprache, die du für den Feed festlegst

Schritt für Schritt: Shopware Produktfeed einrichten

  1. Produktauswahl festlegen: Setze in der PIM-Produktliste die Filter für den Feed, zum Beispiel aktive Artikel mit Bestand und Titelbild, und speichere sie als Preset.
  2. Feed anlegen: Öffne den Feed-Generator, vergib einen Namen und lege den Feed leer oder aus einer Vorlage beziehungsweise einem Profil an.
  3. Spalten zusammenstellen: Wähle die Spalten in den Feldgruppen aus, bringe sie in die gewünschte Reihenfolge und trage bei Bedarf eine eigene Spaltenüberschrift ein.
  4. Allgemeines einstellen: Bestimme die Generierung (live oder per Cron in Datei), wähle das Preset, schalte „Varianten exportieren" an oder aus und lege Verkaufskanal und Sprache fest. Der Verkaufskanal bestimmt Domain und SEO-URL der Produkt-Links.
  5. Format wählen: CSV, XML oder JSON, dazu Zeichenkodierung, BOM für Excel und das Dezimaltrennzeichen für Preise und Maße.
  6. Token erzeugen: Unter „Zugriff & URL" generierst du den Token und kopierst die Feed-URL. Die alternative API-URL ist für Shops gedacht, deren Domain auf die Startseite umleitet.
  7. Im Zielsystem prüfen: Hinterlege die URL beim Empfänger und kontrolliere dort die ersten Abrufe.
Vorschaubild zum Video: Feed-Generator Video · 1:23 Min.Feed-GeneratorDie Funktion in Aktion sehen, mit eingeblendeten Erklärungen.Video ansehen →

Was Google erwartet und wie du es abbildest

Google Shopping arbeitet mit einem eigenen Satz an Attributnamen und Werteformaten. Den ersten Teil erledigst du direkt im Feed-Generator: Jede Spalte bekommt die Kopfzeile, die das Merchant Center erwartet. Im XML-Format wird die Spaltenüberschrift zum Elementnamen, im JSON-Format zum Schlüssel.

Bei den Werten bleibt das PIM bewusst neutral und gibt aus, was in Shopware gepflegt ist: Die Verfügbarkeit als 1 oder 0, Preise als Zahl ohne Währung, mehrere Bild-URLs durch einen senkrechten Strich getrennt. Verlangt ein Zielsystem andere Schreibweisen, passt du sie dort an, im Merchant Center etwa über Regeln für die Datenquelle. Welche Dateiformate Google aktuell annimmt, steht in der Merchant-Center-Hilfe.

Vor dem Livegang prüfen: Ein Feed ist nur so gut wie die Daten dahinter. Fehlende EANs, leere Beschreibungen oder Artikel ohne Bild findest du vorher über die Qualitätsfilter, wie auf der Seite Shopware Datenqualität beschrieben.

Tipps aus der Praxis

  • Ein Feed je Empfänger: Lieber drei schlanke Feeds mit passenden Spalten als ein Universalfeed, den jedes Zielsystem anders interpretiert.
  • Varianten richtig mitnehmen: Mit „Varianten exportieren" landen auch die Varianten passender Hauptartikel im Feed. Aktiv-Status und Bestand prüft das PIM dabei je Variante, mit Rückgriff auf den Hauptartikel, wenn die Variante keinen eigenen Wert hat.
  • Große Kataloge: Im Live-Modus wird der Feed standardmäßig in Stücken gestreamt und bei passenden Abrufern komprimiert. Für häufige Abrufe ist der Dateimodus die lastschonende Wahl.
  • Wartungsmodus: Die Feed-Route bleibt auch im Wartungsmodus erreichbar, damit Portale und ERP weiter abrufen können.
  • Filter-Grenzen kennen: Das Preset filtert den Feed wie die Produktübersicht. Nicht abbildbar sind der Freigabe-Status und das Kriterium „UVP ungültig".
  • Zugriff steuern: Ob jemand den Feed-Generator sieht, legst du in der Konfigurationsmatrix über den Funktionsschalter „Feed-Generator" fest.

Häufige Fragen

Welche Formate liefert der Feed-Generator?

CSV, XML und JSON. Für CSV und XML wählst du die Zeichenkodierung UTF-8, Windows-1252 oder ISO-8859-1, bei UTF-8 optional mit BOM. JSON wird immer in UTF-8 ausgeliefert.

Ist der Feed sofort Google-konform?

Nicht automatisch. Spaltennamen kannst du frei vergeben, die Werte kommen aber so, wie sie in Shopware stehen: „Verfügbar" als 1 oder 0, Preise als Zahl ohne Währungszusatz. Wo Google andere Werte verlangt, gleichst du das im Merchant Center an. Prüfe jeden neuen Feed dort vor dem Livegang.

Wie aktuell sind die Daten im Feed?

Im Modus „Live bei Abruf" wird der Feed bei jedem Aufruf direkt aus der Datenbank erzeugt. Im Modus „Per Cron in Datei" baut ein Scheduled Task die Datei alle 15 Minuten neu; ein Abruf vor dem ersten Lauf erzeugt sie live.

Kann ich mehrere Feeds parallel betreiben?

Ja. Du legst beliebig viele Feeds an, auch mehrere aus demselben Export-Profil mit unterschiedlichen Filtern, Sprachen oder Verkaufskanälen. Jeder Feed hat seinen eigenen Token und damit seine eigene URL.

Was passiert, wenn eine Feed-URL in falsche Hände gerät?

Generiere im Bereich „Zugriff & URL" einen neuen Token. Die alte Adresse liefert danach nur noch „Not found", die neue URL hinterlegst du beim Empfänger.

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