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Use Case

JTL-Wawi und Shopware: Produkttexte und Sprachen vor dem Abgleich schützen

Mit JTL-Wawi ist die Warenwirtschaft das führende System. Was du in Shopware an Texten pflegst, ist nach dem nächsten Abgleich wieder weg: SEO-Beschreibungen, Meta-Texte und die Texte eigener Kanal-Sprachen. Diese Anleitung zeigt, wie du JTL für Preise und Bestand behältst und die Texte trotzdem in Shopware pflegst.

5 Min. LesezeitFür Shopware 6.6 und 6.7

Das erledigt das PIM hier
  • Fremdsystem-Schutz: Das PIM merkt sich den gepflegten Stand je Artikelnummer und Sprache und stellt ihn wieder her, sobald der JTL-Connector ihn überschreibt.
  • Nur die Texte: Geschützt werden Name, Beschreibung, Meta-Title, Meta-Description und Keywords. Preise, Bestand und Stammdaten kommen weiter aus der Wawi.
  • Je Sprache wählbar: etwa nur die Kanal-Sprache „Deutsch (B2B)", während Deutsch weiter aus der Wawi kommt.
  • Nachvollziehbar: Ein Protokoll zeigt jeden Lauf, eine CSV listet die wiederhergestellten Artikel.
Konfigmatrix im PIM für Shopware: Tabs für Fremdsysteme, Snapshots und Änderungshistorie
JTLTexte bleiben erhalten
So sieht es im PIM aus
  1. Tab Fremdsysteme: Schutz aktivieren
  2. JTL-Integration als fremd wählen
  3. Referenzstand setzen
Ideal für
JTL-WawiKanal-SprachenSEO-Texte
Im Video ansehen 

Warum JTL deine Texte überschreibt

Der JTL-Connector verbindet die Wawi über eine Shopware-Integration mit dem Shop. Die Wawi ist dabei datenführend: Bei jedem Abgleich schreibt sie die Produktdaten neu nach Shopware. Was du direkt in Shopware geändert hast, ist danach weg.

Für Preise und Bestand ist das gewollt. Für Texte ist es oft ein Problem:

  • SEO-Texte und Meta-Daten, die du im Shop mit KI oder von Hand verbessert hast
  • Eigene Texte je Verkaufskanal, etwa für einen B2B-Shop oder eine zweite Marke, die über eigene Sprachen laufen (siehe Produkttexte pro Verkaufskanal)
  • Übersetzungen, die in Shopware entstanden sind und in der Wawi gar nicht vorliegen

Der übliche Ausweg ist, alles in der Wawi zu pflegen. Für Texte je Kanal, KI-Texte in mehreren Sprachen und Meta-Daten ist das aufwendig und oft gar nicht abbildbar.

Die Arbeitsteilung

DatenGepflegt inBeim JTL-Abgleich
Preise, Bestand, Artikelnummer, EANJTL-Wawiwie gewohnt übertragen
Namenach Wahl: Wawi oder PIMgeschützt, wenn du das Feld auswählst
Beschreibung, Meta-Title, Meta-Description, KeywordsPIMgeschützt und wiederhergestellt
Texte eigener Kanal-SprachenPIMgeschützt und wiederhergestellt

So richtest du den Schutz ein

  1. Konfigmatrix, Tab „Fremdsysteme": „Schutz aktivieren" einschalten. Ab Werk ist er aus.
  2. Geschützte Sprachen: die Sprachen wählen, deren Texte du in Shopware pflegst. Bei Texten je Kanal ist das genau die Kanal-Sprache, zum Beispiel „Deutsch (B2B)". Ohne mindestens eine Sprache passiert nichts.
  3. Geschützte Felder: ab Werk alle fünf. Soll der Artikelname weiter aus der Wawi kommen, nimm „Name" heraus.
  4. Als fremd geltende Integrationen: die Integration wählen, die du für den JTL-Connector angelegt hast. Ohne Auswahl gilt jede Integration als fremd.
  5. Auslösung: „Ereignisse und geplanter Lauf" lassen. Dafür muss die Aufgabenverarbeitung von Shopware laufen. Alternativ rufst du die angezeigte HTTP-Adresse regelmäßig über den Cron-Dienst deines Hosters auf.
  6. Texte pflegen, dann „Referenzstand setzen": Der aktuelle Stand wird zum Sollzustand. Bei sehr großen Beständen geht das zuverlässiger über die Konsole mit bin/console staw:pim:guard:snapshot.
Reihenfolge beachten: Setze den Referenzstand erst, wenn die Texte in Shopware stimmen. Läuft vorher ein JTL-Abgleich, hältst du sonst die Wawi-Texte als Sollzustand fest.

Was beim nächsten Abgleich passiert

  1. JTL schreibt: Der Connector überträgt die Produktdaten, auch Name und Beschreibung.
  2. Das PIM erkennt es: Schreibvorgänge der gewählten Integration in Produktübersetzungen werden sofort vorgemerkt.
  3. Der geplante Lauf stellt wieder her: Abweichende Felder werden auf den Referenzstand zurückgesetzt, standardmäßig im Abstand weniger Minuten.
  4. Du prüfst im Protokoll: Zeitpunkt, Zahl der wiederhergestellten Einträge und eine CSV mit Artikelnummer, Name und Feldern.

Deine eigenen Änderungen im PIM frischen den Referenzstand sofort auf, sie werden nie zurückgesetzt. Alle Einstellungen im Detail: Fremdsystem-Schutz: Anleitung.

Häufige Fragen

Warum überschreibt JTL meine Texte in Shopware?

JTL-Wawi ist beim Abgleich das führende System und schreibt die Produktdaten jedes Mal neu nach Shopware. Änderungen, die nur in Shopware gemacht wurden, gehen dabei verloren.

Bleiben Preise und Bestand aus JTL erhalten?

Ja. Der Schutz betrifft nur Name, Beschreibung, Meta-Title, Meta-Description und Keywords der gewählten Sprachen. Alles andere kommt weiter aus der Wawi.

Stehen kurz die Wawi-Texte im Shop?

Ja, zwischen dem Abgleich und dem nächsten geplanten Lauf. Das sind standardmäßig wenige Minuten.

Funktioniert das auch mit eigenen Texten je Verkaufskanal?

Ja. Wähle unter „Geschützte Sprachen" genau die Sprache, die der Kanal nutzt, etwa „Deutsch (B2B)".

Geht das auch mit anderen Warenwirtschaften?

Ja, mit jedem System, das über eine Shopware-Integration schreibt. Läuft ein Import an der Schnittstelle vorbei, findet „Jetzt wiederherstellen" die Abweichungen trotzdem.

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JTL und JTL-Wawi sind Marken der JTL-Software-GmbH. Shopware ist eine Marke der shopware AG. Die Nennung dient nur der Beschreibung.